Reifendruck prüfen an der Tankstelle spart Sprit in der Schweiz

Reifendruck & Sprit: Der günstigste Spartrick überhaupt

Es gibt Spartricks, die kosten Geld, Zeit oder Nerven. Und es gibt einen, der nichts von alledem braucht — und trotzdem sofort wirkt: der richtige Reifendruck. Kein anderer Handgriff senkt Ihren Verbrauch so günstig.

Warum das so ist und wie Sie es in zwei Minuten erledigen, lesen Sie hier.

Warum der Reifendruck den Verbrauch beeinflusst

Ist der Reifen zu wenig aufgepumpt, walkt er bei jeder Umdrehung stärker. Das erhöht den Rollwiderstand — und der Motor muss mehr Energie aufbringen, um das Auto in Bewegung zu halten. Die Folge: Sie verbrennen mehr Treibstoff für dieselbe Strecke.

Wie viel macht das aus? Ein deutlich zu tiefer Reifendruck kann den Verbrauch um bis zu 6 Prozent erhöhen. Bei 8 Litern auf 100 Kilometer sind das fast ein halber Liter pro 100 Kilometer — den Sie verschenken. Über ein ganzes Jahr und mehrere zehntausend Kilometer summiert sich das zu einer beachtlichen Menge Sprit, die Sie schlicht in den Asphalt fahren.

Hinzu kommt: Ein zu tiefer Reifendruck nutzt die Reifen ungleichmässig und schneller ab. Sie sparen mit dem richtigen Druck also nicht nur Treibstoff, sondern verlängern auch die Lebensdauer Ihrer Pneus — ein doppelter Spareffekt.

Der Reifendruck ist der einzige Spartrick, der Sie nichts kostet und trotzdem bei jeder Fahrt wirkt.

So prüfen Sie den Reifendruck richtig

Bei kalten Reifen messen

Warme Reifen zeigen einen höheren Druck an. Messen Sie darum, bevor Sie längere Strecken gefahren sind — oder rechnen Sie ein paar Zehntel hinzu.

Den richtigen Wert finden

Den passenden Druck finden Sie auf einem Aufkleber im Türrahmen, am Tankdeckel oder in der Betriebsanleitung. Bei voller Beladung gilt meist ein höherer Wert.

Regelmässig kontrollieren

Reifen verlieren auch ohne Defekt langsam Luft — etwa durch winzige Diffusion durch das Gummi. Prüfen Sie den Druck darum mindestens monatlich und vor jeder längeren Reise, etwa am Tankstellen-Manometer. Der Handgriff dauert keine zwei Minuten und gehört genauso zur Routine wie das Tanken selbst.

Etwas mehr Druck ist erlaubt

Ein leicht erhöhter Reifendruck senkt den Rollwiderstand zusätzlich und spart noch etwas mehr. Übertreiben Sie es aber nicht: Deutlich zu viel Druck verschlechtert den Grip und den Fahrkomfort. Bewegen Sie sich im Rahmen der Herstellerangaben, gerne am oberen Ende der Empfehlung.

Bis 6 % mehr Verbrauch durch zu tiefen Reifendruck — gratis vermeidbar.

Teil eines grösseren Spar-Plans

Der Reifendruck ist nur ein Baustein. Wer das volle Potenzial ausschöpfen will, kombiniert ihn mit weiteren Techniken aus unserem Beitrag Eco-Drive: 12 Techniken, die sofort Sprit sparen. Auch der richtige Umgang mit der Drehzahl spart spürbar — Details im Beitrag Schaltpunkte & Drehzahl.

Während Eco-Drive den Verbrauch senkt, drückt eine Tankkarte den Literpreis. Beides zusammen ergibt die grösste Ersparnis. Wie das funktioniert, lesen Sie im Tankkarten-Ratgeber.

Häufige Fehler beim Reifendruck

Viele prüfen den Druck nur beim Reifenwechsel oder beim Service — also zweimal im Jahr. Das ist zu selten, denn Reifen verlieren kontinuierlich Luft. Ein weiterer Fehler ist das Messen bei warmen Reifen, das einen zu hohen Wert vortäuscht. Und wer voll beladen in die Ferien fährt, vergisst oft, den Druck entsprechend zu erhöhen — gerade dann, wenn das Auto am schwersten ist.

Merken Sie sich darum: einmal im Monat prüfen, bei kalten Reifen messen und bei voller Beladung den höheren Wert wählen. Mit dieser einfachen Routine sparen Sie bei jeder Fahrt, ohne je darüber nachzudenken.

Rechnen Sie Ihre persönliche Ersparnis am besten gleich selbst aus — mit dem Rechner unter dem Artikel. Oder verschaffen Sie sich einen Überblick in der Tankkarten-Übersicht.

Reifendruck im Jahresverlauf nicht vergessen

Ein Punkt wird häufig übersehen: Der Reifendruck ändert sich mit der Temperatur. Sinken die Aussentemperaturen im Herbst und Winter, fällt auch der Druck im Reifen — bei kaltem Wetter kann er deutlich unter den Sollwert rutschen, ohne dass ein Defekt vorliegt. Prüfen Sie darum gerade beim Wechsel der Jahreszeit nach und füllen Sie bei Bedarf nach.

Wer Sommer- und Winterreifen wechselt, sollte die Gelegenheit ohnehin nutzen, um den Druck zu kontrollieren. So beginnen Sie jede Saison mit dem richtigen Wert — und sparen über die folgenden Monate verlässlich Sprit.

Zwei Minuten am Manometer, die sich an jeder Tankstelle auszahlen — günstiger sparen Sie nirgends.

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Häufige Fragen

Wie stark erhöht zu tiefer Reifendruck den Verbrauch?

Ein zu tiefer Reifendruck kann den Verbrauch um bis zu 6 Prozent erhöhen, in Einzelfällen sogar mehr.

Wie oft sollte ich den Reifendruck prüfen?

Mindestens einmal im Monat und vor jeder längeren Fahrt — am besten bei kalten Reifen.

Wo finde ich den richtigen Reifendruck für mein Auto?

Auf einem Aufkleber im Türrahmen, im Tankdeckel oder in der Betriebsanleitung. Bei voller Beladung gilt oft ein höherer Wert.

Schadet zu hoher Reifendruck?

Etwas mehr Druck spart Sprit, doch deutlich zu viel verschlechtert Grip und Komfort. Halten Sie sich an die Herstellerwerte.

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