10 unterschätzte Spartipps fürs Tanken in der Schweiz
Beim Tanken sparen — das klingt nach ein paar Rappen Kleingeld. Doch wer ein paar Gewohnheiten ändert, holt über das Jahr erstaunlich viel heraus. Und der grösste Hebel kommt zum Schluss.
Hier sind zehn Spartipps fürs Tanken in der Schweiz, die viele unterschätzen. Haken Sie ab, was Sie schon tun — und holen Sie sich, was noch fehlt. Wir beginnen bei den kleinen Hebeln und steigern uns bis zum grössten.
Die Checkliste zum Sparen
1. Reifendruck im Blick behalten
Ein zu tiefer Druck treibt den Verbrauch um bis zu 6 Prozent — und nutzt obendrein die Reifen schneller ab. Prüfen Sie ihn mindestens monatlich am Tankstellen-Manometer. Es ist der wohl günstigste Spartrick überhaupt, denn er kostet nichts ausser zwei Minuten. Mehr dazu im Beitrag Reifendruck & Sprit.
2. Ballast und Dachträger entfernen
Jedes Kilo zu viel und jeder Luftwiderstand kostet Sprit. Eine Dachbox erhöht den Verbrauch bei höherem Tempo um rund 18 Prozent, ein Fahrradträger sogar bis zu 32 Prozent. Räumen Sie aus, was nicht mitmuss, und demontieren Sie ungenutzte Aufbauten. Wie stark Ballast wirkt, zeigt der Beitrag Ballast raus.
3. Vorausschauend fahren
Sanft beschleunigen, früh vom Gas gehen, gleichmässig fahren — und niedertourig schalten. Diese Fahrweise senkt den Verbrauch realistisch um 10 bis 15 Prozent. Die wichtigsten Techniken bündelt der Beitrag Eco-Drive: 12 Techniken.
4. Klimaanlage dosieren
Die Klimaanlage erhöht den Verbrauch um 10 bis 15 Prozent, innerorts sogar mehr. Schalten Sie sie aus, wenn Sie sie nicht brauchen. Ob das offene Fenster wirklich sparsamer ist, klärt der Beitrag Klimaanlage oder Fenster auf?.
5. Kurzstrecken bündeln
Der Kaltstart ist teuer: Kurz nach dem Start kann der Verbrauch kurzzeitig auf rund 30 Liter pro 100 Kilometer hochschnellen. Erledigen Sie mehrere Wege in einer Fahrt statt in vielen kleinen, damit der Motor seine optimale Betriebstemperatur erreicht.
6. Preise vergleichen
Tankstellen unterscheiden sich teils deutlich im Säulenpreis. Wer den Markt im Blick hat und nicht blind zur nächstbesten Station fährt, tankt nicht zum Höchstpreis. Schon ein paar Rappen Unterschied pro Liter summieren sich über das Jahr.
7. Autobahnraststätten meiden
Sie sind oft 3 bis 5 Rappen pro Liter teurer als Stationen abseits der Autobahn. Wer kurz vor oder nach der Raststätte im Dorf tankt, spart bei jeder Füllung. Mehr dazu im Beitrag Autobahnraststätte vs. Dorftankstelle.
8. Tankzeitpunkt nutzen
Die Preise schwanken im Tages- und Wochenverlauf. Wer flexibel ist und nicht immer zur gleichen Zeit tankt, kann den günstigeren Moment erwischen. Eine starre Regel gibt es nicht, aber wer aufmerksam ist, erkennt das Muster auf seiner Stammstrecke.
9. Nicht spontan volltanken
Ein leerer Tank zwingt zum Tanken am erstbesten — und meist teuersten — Ort. Planen Sie voraus und tanken Sie dort, wo es günstig ist, statt aus Not. So geraten Sie nie in die Zwickmühle, an der Autobahnraststätte zum Höchstpreis nachfüllen zu müssen.
10. Der grösste Hebel: die Tankkarte
Alle Tipps zuvor wirken einmalig oder situativ. Eine Tankkarte dagegen spart bei jedem einzelnen Liter — dauerhaft und ohne Aufwand. Sie müssen weder Ihre Route ändern noch ständig Preise vergleichen, der Rabatt kommt automatisch dazu.
Die ersten neun Tipps sparen hier und da ein paar Rappen. Der zehnte spart bei jedem Liter, ein Leben lang.
4–6 Rappen pro Liter spart eine Tankkarte — bei jeder Fahrt, gebührenfrei.
Warum die Tankkarte alles andere schlägt
Bei BK Benefit erhalten Privatpersonen 4 Rappen pro Liter Rabatt, Firmen bis zu 6 Rappen — gebührenfrei, ohne Mindestverbrauch und jederzeit kündbar. Genutzt werden kann die Karte an rund 670 Tankstellen in der ganzen Schweiz. Während alle anderen Tipps Aufmerksamkeit und Disziplin verlangen, läuft der Karten-Rabatt vollautomatisch — bei jeder einzelnen Tankung.
Das Schöne daran: Sie können die Karte mit allen anderen Tipps kombinieren. Wer sparsam fährt, den Reifendruck im Griff hat und zusätzlich den Literpreis mit der Karte drückt, holt das Maximum heraus. Wie das genau funktioniert und für wen es sich lohnt, lesen Sie im Tankkarten-Ratgeber Schweiz. Einen Überblick über die verfügbaren Karten gibt die Tankkarten-Übersicht.
Zwei Arten zu sparen — kombiniert am stärksten
Im Grunde gibt es nur zwei Wege, beim Tanken Geld zu sparen: Sie senken den Verbrauch oder Sie senken den Literpreis. Die Tipps 1 bis 9 zielen auf den Verbrauch — sie wirken über die Fahrweise und den Zustand des Autos. Der zehnte Tipp, die Tankkarte, senkt den Preis pro Liter.
Das Entscheidende: Diese beiden Wege schliessen sich nicht aus, sondern verstärken sich. Wer 12 Prozent weniger verbraucht und gleichzeitig 4 bis 6 Rappen pro Liter Rabatt erhält, spart deutlich mehr als mit nur einer der beiden Methoden. Genau darin liegt der Reiz: Sie müssen sich nicht entscheiden, sondern können beides gleichzeitig nutzen.
Was viele Vergessen: Planung schlägt Spontaneität
Der häufigste Fehler ist nicht die falsche Fahrweise, sondern fehlende Planung. Wer mit fast leerem Tank losfährt, tankt zwangsläufig dort, wo es gerade passt — und das ist selten der günstigste Ort. Wer dagegen weiss, wo auf seiner Stammroute günstige Stationen liegen, tankt entspannt und zum besten Preis. Eine Tankkarte nimmt Ihnen diese Sorge teilweise ab, weil der Rabatt ohnehin überall gilt, wo die Karte akzeptiert wird.
So setzen Sie die Tipps am besten um
Versuchen Sie nicht, alles auf einmal zu ändern — das überfordert nur. Beginnen Sie mit den Tipps, die ohne Aufwand wirken: Reifendruck prüfen und Ballast entfernen sind in wenigen Minuten erledigt. Die Fahrweise ändert sich danach Schritt für Schritt fast von selbst, sobald Sie einmal darauf achten.
Den grössten Hebel, die Tankkarte, sollten Sie als Erstes anstossen, denn sie wirkt anschliessend dauerhaft im Hintergrund. Während Sie sich die übrigen Gewohnheiten aneignen, spart die Karte längst bei jedem Liter. So bauen Sie sich nach und nach ein ganzes Spar-System auf, das Sie kaum noch spüren — ausser auf der Tankrechnung.
Haken Sie die Tipps ab — und gönnen Sie sich den grössten davon. Ihr Geldbeutel wird es bei jeder Tankrechnung merken.
Häufige Fragen
Wann tankt man in der Schweiz am günstigsten?
Die Preise schwanken im Tages- und Wochenverlauf. Wer flexibel ist, vergleicht und tankt nicht spontan zum Höchstpreis.
Lohnt sich der Umweg zur günstigen Tankstelle?
Nur, wenn die Ersparnis grösser ist als der Mehrverbrauch durch den Umweg. Auf der Stammroute spart eine Tankkarte zuverlässiger.
Was ist der grösste Spar-Hebel beim Tanken?
Ein dauerhafter Rabatt auf den Literpreis. Eine gebührenfreie Tankkarte spart bei jedem Liter, ganz ohne Aufwand.
Sind Autobahnraststätten wirklich teurer?
Ja, meist rund 3 bis 5 Rappen pro Liter. Wer kurz vorher oder nachher abseits der Autobahn tankt, spart.