Die Zukunft des Tankens: Sprit, Strom und die Karte dazwischen
Eine Tankstelle der Zukunft: Wird dort noch Sprit fliessen, oder nur noch Strom geladen? Und welche Rolle spielt die kleine Plastikkarte in Ihrem Portemonnaie? Wer heute übers Tanken nachdenkt, denkt unweigerlich an morgen - und fragt sich, welche Entscheidungen jetzt sinnvoll sind und welche man besser noch aufschiebt.
Dieser Beitrag wagt einen ehrlichen Blick auf die Zukunft des Tankens - zwischen Sprit, Strom und der Karte dazwischen. Spoiler: Der Übergang dauert länger und ist gemischter, als die Schlagzeilen vermuten lassen.
Die Tankstelle stirbt nicht - sie wandelt sich
Trotz steigender E-Auto-Zahlen wird das Tankstellennetz nicht über Nacht verschwinden. Der Grund ist simpel: Millionen Verbrenner fahren weiter, oft noch ein Jahrzehnt und länger. Sie alle brauchen Treibstoff.
Die Tankstelle der Zukunft ist kein Auslaufmodell, sondern ein Hybrid: Zapfsäule und Ladepunkt, Sprit und Strom unter einem Dach.
Viele Stationen rüsten deshalb auf, statt zu schliessen. Neben der Zapfsäule entstehen Schnelllader, der Shop wird wichtiger, das Angebot breiter. Welche Kräfte diesen Umbau treiben, beleuchtet unser Beitrag zum Wandel der Mobilität in der Schweiz.
Interessant ist, dass sich dabei das Geschäftsmodell der Tankstelle verschiebt. Beim Schnellladen verbringen Kundinnen und Kunden mehr Zeit vor Ort - Zeit, in der Kaffee, Snacks und Einkäufe an Bedeutung gewinnen. Die Tankstelle wandelt sich zum Versorgungspunkt, an dem Treibstoff nur noch ein Angebot unter mehreren ist. Wer durch die Schweiz fährt, sieht diesen Umbau bereits an immer mehr Standorten.
Preise bleiben volatil - das zeigt 2026
Wer glaubt, die Treibstoffpreise würden im Wandel ruhiger, irrt. Das Frühjahr 2026 hat es vorgeführt: Nach einem Jahresstart um 1.65 Franken trieb die Eskalation im Nahen Osten den Benzinpreis bis Juni auf rund 1.82 bis 1.89 Franken, Diesel teils bis über 2 Franken.
~1.82–1.89 CHF/l kostete Benzin im Juni 2026 - ein Beleg, wie schnell Weltpolitik die Zapfsäule erreicht.
Die Lehre daraus: Solange Sie einen Verbrenner fahren, bleibt der Treibstoffpreis ein Risiko - und damit ein Sparhebel. Warum Preise überhaupt so stark schwanken, erklären wir grundsätzlich im Ratgeber für Sparfüchse.
Auch in einer elektrifizierten Zukunft wird der Preis nicht verschwinden - er verlagert sich nur. Statt Rohöl und Wechselkurs treiben dann Strompreise, Netzentgelte und die Verfügbarkeit von Schnellladern die Kosten. Die Grundfrage bleibt also dieselbe: Wie komme ich möglichst günstig an die Energie für meine Fahrt? Wer heute lernt, beim Tanken bewusst zu sparen, ist auf diese Frage auch morgen vorbereitet.
Wasserstoff, synthetische Treibstoffe und andere Wege
Elektro ist nicht der einzige Pfad in die Zukunft. Für schwere Nutzfahrzeuge und gewisse Spezialanwendungen werden Wasserstoff und synthetische Treibstoffe diskutiert. Beide haben Vor- und Nachteile, und keiner weiss heute mit Sicherheit, welche Technologie sich wo durchsetzt.
Für die meisten Personenwagen zeichnet sich der elektrische Weg zwar deutlich ab - doch die Vielfalt der Ansätze zeigt, wie offen das Rennen in einzelnen Segmenten noch ist. Das ist auch ein Grund, warum sich niemand heute zu früh festlegen sollte. Wer flexibel bleibt und das nutzt, was aktuell am sinnvollsten ist, fährt in dieser Übergangszeit am klügsten.
Sicher ist nur eines: Egal welche Energieform am Ende dominiert - sie muss bezahlt, bezogen und abgerechnet werden. Und genau hier kommt die Karte ins Spiel.
Die Karte dazwischen: Brücke in beide Welten
Hier kommt die spannendste Entwicklung. Tank- und Ladekarte lösen im Kern dasselbe Problem: einfacher Zugang, faire Konditionen, zentrale Abrechnung. Es liegt nahe, dass beide eines Tages in einer einzigen Karte verschmelzen - genau das deuten die heutigen Möglichkeiten der Ladekarte bereits an.
BK Benefit ist seit 2018 als Schweizer Tankkarten-Anbieter am Markt und versteht sich als zukunftsoffene Brücke: Die heutige Karte spart beim Sprit, das Modell ist offen für das, was kommt. So sind Sie heute gut aufgestellt - und bleiben es, wenn die Ladewelt reift.
Der Charme dieses Ansatzes liegt in der Kontinuität. Sie müssen nicht heute schon entscheiden, wie Ihre Mobilität 2030 aussieht. Sie nutzen einfach die Lösung, die zu Ihrem aktuellen Fahrzeug passt - und behalten dieselben Gewohnheiten, wenn der nächste Schritt kommt. Wie weit die Ladekarte heute schon trägt, zeigt, dass dieser Übergang längst begonnen hat.
Was Sie heute konkret tun können
Niemand muss auf die perfekte Zukunftslösung warten. Drei pragmatische Schritte:
- Beim Verbrenner sparen: Eine Tankkarte gibt Privatpersonen 4 Rappen, Firmen 6 Rappen pro Liter - gebührenfrei und an rund 670 Schweizer Tankstellen.
- Gesamtkosten kennen: Rechnen Sie durch, was Ihr Antrieb über die Jahre wirklich kostet, bevor Sie über einen Wechsel entscheiden.
- Offen bleiben: Beobachten Sie, wie sich Lade- und Tankkarten annähern - und steigen Sie ein, wenn es für Sie passt.
Der grosse Vorteil dieser Haltung: Sie verlieren nie. Bleibt der Verbrenner günstig, profitieren Sie weiter vom Rabatt pro Liter. Setzt sich Elektro durch, haben Sie sich nie überteuert festgelegt und können flexibel umsteigen. So oder so behalten Sie die Kontrolle über Ihre Mobilitätskosten - und das ist in unsicheren Zeiten viel wert.
Rechnen Sie Ihre persönlichen Kosten für die kommenden Jahre gleich selbst durch:
Die Zukunft des Tankens ist kein abrupter Entweder-oder-Moment, sondern ein langes, gemischtes Sowohl-als-auch über viele Jahre hinweg. Verschaffen Sie sich in der Tankkarten-Übersicht einen Überblick - und sichern Sie sich schon heute den Vorteil, der morgen erst recht zählt.
Häufige Fragen
Wird es 2030 noch Tankstellen geben?
Mit grosser Wahrscheinlichkeit ja. Der Verbrenner-Bestand bleibt noch lange gross, und viele Tankstellen ergänzen ihr Angebot um Ladepunkte, statt zu verschwinden.
Verschmelzen Tank- und Ladekarte?
Der Trend geht in diese Richtung. Beide lösen dasselbe Problem - einfacher Zugang und zentrale Abrechnung. Eine kombinierte Karte ist die logische Weiterentwicklung.
Lohnt sich eine Tankkarte trotz Wandel noch?
Ja. Solange Sie einen Verbrenner fahren, sparen Sie mit einer Tankkarte 4 bis 6 Rappen pro Liter - sofort und ohne Mindestverbrauch.
Warum waren die Preise Mitte 2026 so hoch?
Die Eskalation im Nahen Osten trieb den Rohölpreis und damit die Treibstoffpreise im Juni 2026 spürbar nach oben - der Benzinpreis kletterte auf rund 1.82 bis 1.89 Franken.